Nachhaltiges Datacenter für die Gemeinde Krimpenerwaard

Primäres Datacenter

Das primäre Datacenter der Gemeinde Krimpenerwaard befindet sich in Bergambacht. „Aus diesem Datacenter heraus bieten wir momentan 500 Arbeitsplätze an. In der Praxis benutzen wir an einem durchschnittlichen Tag 350 bis 400 Arbeitsplätze“, erzählt Marco Lingen, Senior System- und Applikationsverwalter bei der Gemeinde Krimpenerwaard. „Wir hosten auch alle Daten der Gemeinde Krimpenerwaard in diesem Datacenter. Wir haben uns bewusst entschieden, alle Daten der Gemeinde – im Hinblick auf Privatsphäre – im Haus zu hosten. Das Datacenter in Bergambacht wird mit dem Kommen unseres neuen Datacenters in Lekkerkerk zum Ausweichort.“ Das neue Datacenter in Lekkerkerk ist mit den modernsten Geräten und den neuesten Techniken ausgestattet. „Der Standort übernimmt darum die Funktion des primären Datacenters. Da sich das Datacenter am selben Ort wie unsere ICT-Abteilung befindet, können wir schneller ins Datacenter, was die Verwaltung vereinfacht.“


All IT Rooms

Im Vorprojekt stellte sich heraus, dass auf dem Gebiet von Geräten, Lieferanten, Kühltechniken und Kombinationen daraus schon enorm viel Auswahl vorhanden ist. Henk Verveer, Berater I&A bei der Gemeinde Krimpenerwaard: „Es war für uns nicht machbar, hier eine gute Auswahl zu treffen, da wir diesen Markt einfach unzureichend kennen. Es ist ja nicht unsere tägliche Arbeit. Das Projekt haben wir letztendlich an All IT Rooms vergeben, nach einer ‚Ausschreibung Beste Leistung Einkauf‘. Mit einer ‚Beste Leistung Einkauf‘ bittet man Lieferanten, die beste Lösung innerhalb den gestellten Anforderungen und dem verfügbaren Budget anzubieten. Hierbei haben wir unter anderem Anforderungen auf dem Gebiet von Verfügbarkeit, Sicherheit und Redundanz gestellt. Wir haben vor allem auf die Vorgehensweise geschaut, die Ergebnisse, die Funktionalität und die Gesamtlösung.“


Die beste Lösung innerhalb des verfügbaren Budgets

Bei einer Beste Leistung Einkauf fällt die Wahl also nicht auf die billigste Lösung, sondern gerade auf die beste Lösung innerhalb des verfügbaren Budgets. „Wir geben Lieferanten den Raum, mitzudenken. Ist ein Lieferant beispielsweise der Meinung, dass wir jetzt von einer Lösung profitieren können, um die wir nie gefragt haben? Dann kann er diese Lösung als Teil seines Angebots anbringen, solange er das verfügbare Budget hiermit nicht überschreitet“, sagt Verveer. „Das hat dazu geführt, dass wir während dieses Projekts eigentlich mehr bekommen haben, als das, worum wir fragten und erwartet haben.“ So verfügen wir jetzt über einen abgeschlossenen Hot Corridor, was wir angesichts unseres Budgets vorab nicht als Option sahen.“


Reihenbasierte Kühlung

Das Datacenter in Lekkerkerk ist mit zwei Reihen mit Minkels-Serverschränken versehen, in denen reihenbasierte Kühlung verwendet wird. Die Reihen bilden zusammen einen Hot Corridor, der mit einem Glasdach und einer Schiebetür abgeschlossen ist. „Das sorgt für eine gute Luftzirkulation im Datacenter. Warme Luft wird aus dem Hot Corridor angesaugt, woraufhin die kühle Luft durch die reihenbasierte Kühlung wieder ins Datacenter hineingeblasen wird“, so Lingen. „Die Wahl für einen Hot Corridor stammt aus der Frage der Gemeinde nach einer nachhaltigen Lösung. Mit solch einer Lösung ist nachhaltige und energieeffiziente Kühlung möglich“, erklärt Ronald Kok, Geschäftsführer von All IT Rooms.


„Viele andere Parteien liefern Kühlung mit Überkapazität. Das steht allerdings Energieeffizienz im Weg. Wenn die Kühlung beispielsweise auf 10% ihrer maximalen Kapazität läuft, kann diese nie energieeffizient arbeiten und das gleiche gilt beispielsweise auch für den USV. Daneben erfordert Überkapazität auch eine grössere Anfangsinvestition, die vermieden werden kann, indem die Kapazität präzise eingeschätzt wird.“


Benötigte Kapazität präzise berechnen

All IT Rooms hat viele Daten über andere Datacenter gesammelt, die sie real-time monitoren. Kok: „Hierdurch konnten wir überprüfen, welche Kühlkapazität vergleichbare Datacenter anderer Gemeinden benötigen und wie sich die Kapazitätsnachfrage über die Jahre entwickelt hat. Aus diesen Zahlen stellt sich heraus, dass die nachgefragte Kühlleistung über die Jahre in vielen Fällen abnimmt und nicht steigt, wie oft erwartet wird. Geräte werden nämlich immer energieeffizienter. Wir haben daher eine anfängliche Kühlleistung von 10kW gewählt, die modular erweiterbar ist. Wir können das Datacenter realtime und kontinuierlich monitoren. Bei beispielsweise unerwarteten Temperaturanstiegen oder Problemen mit der Stromversorgung bekommen wir direkt eine Alarmmeldung. Wir können Kunden auch proaktiv über präventive Wartung und Massnahmen beraten, um Störungen zu vermeiden.“


Seit Kurzem operativ

Das Datacenter der Gemeinde Krimpenerwaard ist seit April 2016 operativ. „Die kommende Zeit richten wir uns auf die Übertragung der Funktionen von unserem jetzigen primären Datacenter in Bergambacht zum neuen Datacenter in Lekkerkerk. Das machen wir übrigens in Eigenregie“, so Marco Lingen. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, im Datacenter Quadratmeter freizuhalten. Wenn wir die Kapazität erweitern wollen, können wir also einfach zusätzliche Kühlgeräte, Server und andere Geräte hinzufügen.“




placeholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholderplaceholder